Beauty Case
Dominik Zehle
Im Zentrum des Bildes „Beauty Case“ (1997) befindet sich eine Figur mit geschlossenen Augen, umgeben von einer dichten Ansammlung von Objekten – als würde sie in einer Flut aus Dingen, Rollenbildern und Erwartungen versinken.
Der Titel spielt auf den klassischen Kosmetikkoffer an und öffnet eine Reflexion über äußere Erscheinung und innere Realität. Das Zusammenspiel aus überlagerten Formen, vibrierenden Linien und einer fast überbordenden Detailfülle macht spürbar, wie viel Druck entstehen kann, wenn man einem bestimmten Bild entsprechen soll. Damit schlägt das Werk auch eine Brücke zu Fragen nach Identität, Leistungsanspruch und Echtheit, die im Unternehmensumfeld immer wieder auftauchen.